Nachlese

Gestern Abend waren wir ja ziemlich platt. Deshalb gibt es erst jetzt ein paar Bilder.

Hier kommen neue Batterien. 🙂 , da waren wir noch frohen Mutes.

Wie sich ja schnell herausstellte waren die neuen Batterien ein Irrtum. Deshalb werden die alten auch nicht entsorgt, sondern mitgeführt.

To Do Pos. 1
Sie müssen noch gelascht werden.

Laschen: An der Wand Ösen anschrauben, Gurt durchziehen, Schnalle zu, fertig!  Wenn das Boot sich im Seegang bewegt, muss alles, vor allem sensibles Gut, sicher befestigt sein.

Leitungen, die „unter Verdacht“ standen, und deshalb kurzerhand entfernt wurden, müssen wieder eingebaut werden.

To Do Pos. 2
Steckdosenpanel und Solarleitungen wieder einbauen.

Links sieht man übrigens mein neues Zangenamperemeter. Das hat sehr gute Dienste geleistet. Ich hatte es erworben, weil ich so etwas immer schon mal haben wollte, und weil es einen Gutschein von Conrad gab. Als ich es kaufte ahnte ich noch nicht, dass es so bald seinen ersten Einsatz haben würde. Aber den Lade- und Entladestrom zu sehen und zu beurteilen zu können, war eine ganz große Hilfe.

Auf dem Bild unten sieht man den Übeltäter.
Oben rechts aus dem Ladegerät kommt ein schwarzes Kabel mit einem weißen Schlips aus Tape. Darunter war über der Ringöse nur eine Lage Schrumpfschlauch. Und der hatte sich an dem abgewinkelten Abdeckblech aufgescheuert. Das schwarze Kabel ist die abgehende Ladeleitung, Plus, das gesamte Gehäuse liegt auf Masse, Minus. Plus und Minus zusammen: Kurzschluss.
Der übrigens wurde, wie fast alle Dinge in der Physik, nach seinem Erfinder Alfred Kurz benannt. Er war es, dem bereits 1913 der erste spektakuläre Funkenflug zwischen Plus und Minus gelang. Es wird kolportiert, dass das Experiment ihn Teile seines Zwirbelbartes, Wilhlem II, gekostet hat. 😉

Reparatur:
Isolierung erneuern, Leitung in größerem Bogen frei vom Abdeckblech geführt, Sicherungskasten versetzt, um Platz zu schaffen. Welcher Geistesakrobat die Montage vorher so vorgenommen hatte, weiß ich zum Glück für ihn nicht …

Die beiden LED zeigen an, dass sich das Ladegerät wohl fühlt. Oben rot heißt Batterietyp erkannt und eingestellt, unten grün heißt: Die Batterien sind zu 100 % geladen, ich befinde mich im Erhaltungsmodus. Es werden keine großen Ströme entnommen.

Schließlich muss noch aller andere Kram wieder an seinen Platz.

To Do Pos. 3
Aufräumen.

Ob wir heute noch fahren werden wir später entscheiden.

Richtig gut war dann noch, dass ich gestern überhaupt keine Zeit hatte, über meine Knie zu jammern. Ich habe sie gar nicht bemerkt. Alles hat eben immer auch sein Gutes. 🙂

 

 

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„Wenn man das Unmögliche ausgeschlossen hat, ….

… muss das, was übrig bleibt, die Wahrheit sein, so unwahrscheinlich sie auch klingen mag.“ (Sherlock Holmes)

So ähnlich haben wir uns heute gefühlt. Eigentlich müßig zu erwähnen, dass wir trotz gutem Wind und ebensolchem Wetter liegen geblieben sind. Wir natürlich nicht, sondern der Kruskopp in Chivitaveccia.

Warum? Nun ja unser Ladegerät meinte wie schon neulich einmal sich in fünf Minuten Abständen Luft zufächeln zu müssen. Das haben wir dann durch kappen der Landstromverbindung beendet. Ergebnis war dann, dass heute morgen die Batterien in Alamzustand waren. Wenn eine Batterie die Spannung nicht hält ist sie defekt. Also flugs neue erworben, was normalerweise gar nicht so trivial ist. Aber hier waren auch meine Exoten lagergängig. Fein.

Beim Anklemmen der neuen Batterien dann die Ernüchterung. Die Spannung brach sofort zusammen, außerdem gab es kleine Funken beim finalen Anklemmen der Minuspole.

Also musste da im Hintergrund trotz abgeschaltetem Bordnetz ein Verbraucher werkeln. Es gibt da auch etwas: Die Heizung ist am Hauptschalter vorbei angeschlossen, das muss so, und auch das Radio hat solch eine Verbindung, damit es nicht immer alles vergisst, wenn man den Hauptschalter öffnet. Also flugs Heizung und Radio elektrisch komplett abgetrennt – keine Besserung.

Dann die Verbindung von der Batterie zur Schalttafel, daher beziehen die oben  genannten Ihren Strom, gekappt. Hört sich einfach an, war es nicht. Die Ursache war es auch nicht.

Inzwischen war uns klar, dass wir auf der Suche nach einem durchscheuerten Kabel waren. (Holmes 1) Nun sind die Leitungen in Booten immer im verborgenen Dunkel verlegt. Schön anzusehen sind sie ja nicht. Trotzdem haben wir eine Scheuerstelle gefunden. Am Ladegerät war eine Leitung ganz knapp um ein fast messerscharfens Blech verlegt. Und da, so sind wir ziemlich sicher, gab es einen Kurzschluss. (Holmes 2)

Das oben erzählte hat uns von 9 bis 19:00 in Atem gehalten.

Nebenbei haben wir dann Kabel neu verlegt und aufgeräumt, kennen unsere Elektrik wieder ein gutes Stück besser, haben Leitungen benannt, auf dass man beim nächsten Mal besser durchblicke. Bei all diesen Aktionen hat Karin mich perfekt unterstützt, ja sie war es, die die richtigen Ideen hatte, wie man Leitungen ordentlich ziehen soll. Sie hat zsammen mit dem Handbuch die Stelle gefunden, an der ich die Dauerverbindung temporär kappen konnte, und sie war es, die uns vor mindestens einem kapitalen Kurzschluss bewahrt hat, indem sie einfach Leitungen akribisch verfolgt hat.

Danke Karin!

 

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Wir sind tatsächlich losgefahren

Nach mehr als einem Monat in Ostia haben wir uns losgerissen bevor wir da noch festwachsen 😉

Der Geber vom Speedo war nämlich schon fest. Hätte man sich auch denken können. Hat man auch, aber man hatte keine Lust, den Geber zu ziehen. Es war ja auch so viel anderes zu tun.

Aber wir wollten ja auch segeln und nicht schon wieder herumreparieren. Und segeln ging richtig gut. Die Kiste ist gerannt wie nichts gutes. Und das im Fahrtenmodus mit jeder Menge Klimbim an Bord. Ach ja, die Rutscher-Austausch-Aktion hat es voll gebracht. Uwe kann das Groß jetzt komplett und alleine aus dem Cockpit hochziehen. Jedenfalls morgens, beim ersten Mal.

Eigentlich wollten wir einen kleinen Hafen ansteuern. Der Heikell lobte den Platz in den höchsten Tönen. Aber in Santa Marinella wollte man uns nicht. Das Telefon: Abgemeldet, Mobil: Freizeichen aber keine Antwort, UKW: Keine Antwort. Wir waren dann trotzdem drinnen, es hätte auch Plätze gegeben, aber einfach so anlegen ist hier nicht politisch korrekt und führt oft zu Unmut. Grün/rote Beschilderung ist halt unbekannt.

So sind wir jetzt wieder in einer riesigen Anlage: Riva di Traiano. Wedel ist dagegen eher provinziell. Aber das ist ja auch kein Klubhafen hier. Und dafür sind dann 45 € für die Nacht doch ein Schnapper. 🙂

Zu essen gab es heute Broccoli Lachs Frittata. Weightwatcher, selbstredend, und mit Minze aus dem Garten in Hamburg frisch mitgebracht. Karin denkt immer an alles.

Für Mogli habe ich noch ein paar Bilder vom Gennaker gemacht.

Nur Bergen in den Sack ging nicht. Ich habe ihn dann im Vorluk versenkt. Das ging gut.

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Endlich zu Hause

Zweieinhalb Stunden Verspätung und dann noch einmal eine ganze Stunde auf das Gepäck gewartet. Aber jetzt sind wir da.

Grüße aus Ostia

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