
Karin hält mich kurz. Wenigstens die Medizinmänner haben an mich gedacht. 🙂

Karin hält mich kurz. Wenigstens die Medizinmänner haben an mich gedacht. 🙂
Gut drei Wochen ist es jetzt her, dass ich das Metallknie bekommen habe.

Das war gestern bei der Reha. Der Fahrradergometer dort hat die Möglichkeit die Tretkurbellänge zu verkürzen. Das ist gut, weil es noch an der Beugung etwas fehlt. Der Physio hat sich gestern aber zum ersten Mal mit der erreichten Streckung zufrieden gezeigt. Noch nicht gut, aber besser als vorgestern.
Heute zu Hause war ich etwas schlapper.

Heute Abend gehe ich noch mal hoch. Etwas Kraft für den Oberkörper und etwas Balance für das neue Knie. Sinnig aber stetig, sonst wird das nichts.
Ich bin nach wie vor voller Zuversicht, dass ich zu der Gruppe von leider nur ca. 60 % der völlig Zufriedenen gehören werde. Mit der unermüdlichen Hilfe von Schwester Karin 😉 , die sich liebevoll um mein Wohl kümmert, etwas Training und ein ganz bisschen Zähne zusammenbeißen soll das wohl gelingen.
Danke Karin!
Nach etwas Überlegung habe ich mich nun doch entschlossen. Es gibt das Knie aus Metall. Austherapiert sei ich meinte der Arzt. Nun denn. So bin ich also seit Mittwoch im Krankenhaus. Gerade habe ich mein Abendessen eingenommen. Eigentlich ist die Versorgung hier ganz gut. Einzig die Tomate ist etwas zu jung zum Sterben. Ich habe keine Idee, wie ich sie hier artgerecht zunächst einmal aufpäppeln könnte.

Hier sieht man oberflächlich das Ergebnis der Bemühung des Operateurs. Man beachte auch die recht unterschiedlichen Durchmesser.

Es muss noch vom Highlight des heutigen Sonntags berichtet werden.
Begonnen hat es ca. 0:30. Da habe ich wegen wirklich erheblichen Schmerzes das etwas stärkere Mittel dagegen eingenommen. Ich fühle mich die ganze Zeit hier schon an Goscinnys Normannen erinnert. Man hofft herauszufinden wie Angst geht, weil die ja Flügel verleiht. Bei einem der Experimente dazu rammt man sich gegenseitig unangespitzt in den Boden. Ergebnis: Schmerz nimmt zu, Angst bleibt aus.
Schon um 2:00 Uhr fiel ich in einen tiefen und durchaus guten Schlaf. Jäh beendet wurde der um 5:15 Uhr. Es war wie bei Brösels Werner im Krankenhaus. Ein freundlicher junger Mann meinte, dass er mir Blut abzapfen müsse. Am Sonntag, morgens kurz nach fünf. Marlene meinte dazu, dass man in jedem Krankenhaus im Keller einige Vampire halte, die morgens rechtzeitig mit Nahrung versorgt werden müssten. Nun weiß man doch aber, dass die Sonne derzeit erst gegen acht aufgeht. RATZUPALTUFF. An Schlaf war danach nicht mehr zu denken.
Alles in Allem bin ich aber zufrieden. Der Termin, eigentlich für den 1.4. geplant, wurde vorgezogen. Segelsaison gerettet. Und allmählich wird es ja auch. Vorgestern hätte ich diesen Beitrag nicht schreiben können … Es läuft so ganz anders als „neulich im Vincenz in Hannover“. Das war aber auch im November 2016. Da war ich noch etwas jünger und es war ein Hüftgelenk.
Ich blicke positiv in die Zukunft. Wirklich!