Karlskrona – Simrishamn (9.8.2026)

Das war früh. Karin ist um 5:45 Uhr aufgestanden und hat mich bis 6:00 Uhr schlafen lassen.
Kaffee, Segel von Fock auf Genua 3 gewechselt, noch ein Zwischenstopp an der Tankstelle und dann los.

Einmal falsch abgebogen, gemerkt, gerettet. Anders herum wäre auch gegangen.

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Weil es erst genau gegenan war, der Tank voll und man ja reichlich Meilen vor Brust hatte, sind wir bis zur letzen Tonne erstmal mit Motor gefahren.

Danach ging es dann aber richtig gut weiter. Wir hatten einen einzigen langen Anlieger und wir waren sehr zufrieden. Mit uns fuhr ein Dragonfly 28 Performance. Für die Nichtsegler: Das ist ein ganz leichtes und sehr schnelles Boot mit drei Rümpfen. Unser Freund Bernd hat den Spruch geprägt: Boot mit Stützrädern. Sieht wirklich so aus. Den haben wir vier Stunden lang auf Abstand gehalten. Eigentlich kann so ein Ding mindestens doppelt bis dreimal so schnell fahren wie wir. Dazu müssen aber die Bedingungen stimmen. Gestern waren sie besser für uns. Der Tri hat sich immer wieder in der Welle festgeboxt. Wir nicht so sehr. Manchmal lohnt es doch, wenn man Blei transportiert.

Auf den letzen drei Meilen vor dem Hafen wurde das Wasser glatter. Da gab es dann kein Halten mehr. Er hat im Hafen dann unsere Leinen angenommen. Die Welt war wieder im Lot. Tri schneller als Mono.

Später habe icjh dann beim Anlegen geholfen. Das war sehr herausfordernd, weil ich auf solch einen Finger gehen musste.

Das ist etwas wackelig. Da merkt man dann doch die Schonerei vor der Knie-OP und jetzt noch die Restauswirkungen derselben. Ich bin wohl erst bei ca. 85% Wiederherstellung. Aber das wird.

Gestern dann noch einen schnellen Gang ins Dorf, um Gemüse für den Wok zu erwerben. Das hat gut geklappt.

Heute und morgen bleiben wir liegen. Heute regnet es, Warmfront, morgen ist sehr viel Wind angesagt. Beides muss nicht.

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Kristianopel – Karlskrona (8.8.2026)

Karin war schon ganz früh in Gang, hat mich aber schlafen lassen. Fein eigentlich. Als ich um 7:30 Uhr aus der Koje gekrabbelt bin waren wir bis auf zwei weitere Boote fast allein im Hafen. Alle weg.

Kaffee gemacht, Wetterbericht noch einmal genau angesehen, entschieden zu fahren und zwar nach Utklippan. Unterwegs hat sich das Wetter aber mal wieder nicht an den Bericht gehalten. Ab Höhe Sandhamn backte es immer weiter ab und wurde auch immer mehr Wind. Gut, DAS hatte man angedroht. Neue Lage neue Route. Wir haben einen Haken geschlagen und dann wieder Richtung geschützte Schärenfahrwasser.

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Kurz vor dem ersten rot-grünen Tonnenpärchen haben wir die Genua eingewickelt und sind nur auf dem gerefften Groß immer noch mit reichlich sechs Knoten Speed unterwegs gewesen. Man sieht ja mehr, wenn vorne keine Gardine hängt.

Die Brücke mit 18 Meter Durchfahrtshöhe machte keine Sorgen mehr, nachdem das Handbuch der Dehler noch einmal klar mitteilte, dass der Kreuzer 17,6 m hoch ist. Außerdem meinte Freund Hartmut, dass man in Schweden immer noch einen Meter extra habe. Ich bin trotzdem unter Motor und langsam durch die Brücke gefahren. Hat aber gut gepasst. Nicht mal der Edelstahlstab (UKW-Antenne ein Meter über dem Masttopp) hat gedengelt.

Ab Brücke sind wir faul weiter motort. Jetzt sind wir fest in Karlskrona. Der Hafen ist nahezu leer. Die Saison hier scheint vorbei zu sein.

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Kalmar – Kristianopel (7.8.2026)

Morgens waren wir entspannt. Heute mal kein Sport, weil es vielleicht auch etwas viel war während der letzten Tage. Nur einkaufen und überlegen, wie es weiter gehen soll. Karin hatte ertrüffelt, dass man am Sonnabend, also morgen, bei West Utklippan erreichen sollte, um von da mit dem dann am Sonntag vorherrschenden Süd weiter in Richtung Hanö oder Simrishamn zu segeln. Guter Plan. Vergessen dabei wurde aber die Windstärke. Bei Böen 7 bft ist das kein Spaß mehr. Außerdem meinte man, das der Winddreher früher komme.

Deshalb sind wir fast zu Feierabend doch noch losgeschippert. Unsere neue Fock zusammen mit dem gerefften Groß war gut für sieben bis acht Knoten Speed. Wir mussten nämlich zum Glück nicht ganz hoch an den Wind. Entspanntes segeln ist trotzdem etwas anderes. Egal, jetzt sind wir fest und das Leben ist schön.

Was wir morgen machen, sehen wir frühestens morgen früh nach dem Wetterbericht. Utklippan? Sandhamn? Karskrona? Liegen bleiben?
Alles offen.

n8
Uwe

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Kalmar Hafentage bis ?

Angekommen haben wir das Boot bei 1 hingelegt. Schon besser am nächsten Tag, direkt vor den Fascilitäten 2. Dort war es Karin aber zu unruhig, also nochmal verholt 3. Ich fand 2 am Besten.

Ich fand 2 am Besten.

Karin ist hier aber glücklich. Das ist wichtig.

Gleich am Montag sind wir dann ins das Fitnessstudio gepilgert, um gleich eine ganze Woche zu buchen. Die Armbänder als Ausweis haben wir immer an Bord und schon mehrmals benutzt.

Im Studio gibt es auch ein Concept2 Rudergerät. Das rief aber nach Wartung. Je länger man ruderte, desto mehr. Das habe ich dann übernommen. Die Kette geölt, die Schiene gereinigt. Jetzt läuft es wieder ganz smooth.

Wir sind jeden Tag gleich morgens nach dem Kaffee eine gute Stunde dort. Es ist wirklich erstaunlich, wie gut schon die ersten Einheiten dem Alabasterkörper getan haben.

Zum Mittagessen haben wir einen Griechen mit täglich wechselndem Dagens Lunch als Mensa erkoren. Da gibt es eine prima Salatauswahl, sogar mehrere Gerichte zur Auswahl, ein Getränk und wenn man möchte auch noch Kaffee zum Kurs von 26 € für uns beide. So bleibt die Pantry kalt.

Bis zum Wochenende sind wir ganz sicher noch hier in Kalmar. Da können wir lieber weiter den Körper stählen. 😉

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