Karlsborg nach Motala (7.7.2026)

Wir haben gestern Abend lange herumgeeiert, sollen wir fahren oder nicht. Regen war ab 11:00 bei DMI und um 14:00 bei Meeno vorhergesagt. Heute hatten beide Nässe von oben etwas nach hinten verlegt. Dafür sprach man dann auch von Gewitter.

Nach dem Frühstück und dem allgemeinen Morgenritual, das ich nicht beliebig weit ausführen muss, habe ich schon mal unsere knapp 60 m Landversorgung aufgerollt. Ich musste gestern wirklich fast alles geben, um den Wasserkocher am Leben zu halten. Der Blick nach Westen, den ich dabei umweigerlich eingefangen habe, verhieß nichts Gutes.

Dicke Wolken, hoch aufgetürmt. Dabei hatte es beim Aufstehen noch nach normalem Warmfrontaufzug mit blauem Himmel gegen Osten und beginnender dünner Schichtbewölkung im Westen ausgesehen. Sollten sich die Wetterfrösche sich etwa geirrt haben?

Die Entscheidung wurde uns im Wesentlichen abgenommen, getroffen habe ich sie aber. 8:15 klingeln an den Schranken der Brücke, das ja zuverlässig die bevorstehende Öffnung ankündigt. Eigentlich soll das doch frühestens um 9:00 Uhr losgehen. Alarmstart, das nehmen wir mit! Wir liegen rechtzeitig vor der geöffneten Brücke und bekommen grünes Licht. Denn mal los. Kurz vor der Brückendurchfahrt sehen und hören wir dann den eigentlichen Öffnungsgrund. Der Kapitän von Juno zieht am Bändsel. Der Steuermann von Kruskopp geht auf voll rückwärts. Der Brückenwärter ist ein … Als ich die Ampel wieder sehe hat er dann doch mal auf rot gestellt. Ich lasse also Juno erstmal vorbei und hoffe. Und siehe da, man hat ein Einsehen, wieder grün. Wir dürfen noch eben schnell passieren.

Der Rest der Reise verläuft unspektakulär. Außer, das wir eigentlich rüber segeln wollten, gestrichen wegen der Wolkentürme und Wind nur für 4 kn und dass es wirklich so richtig kalt nicht etwa nur kühl, war. Lieber hätte ich ja „gewesen ist“ geschrieben. Aber das stimmt nicht es ist immer noch kalt, jedenfalls draußen.

Den Platz im Hafen hier haben wir mit viel Bedacht und sehr gut gewählt. Fotografieren werde ich ihn später. Warum kann man sich bestimmt denken. 🙂

Motto des Tages:
Wir sind doch alle Motorbootfahrer. Manche mit Mast, manche ohne.

Veröffentlicht unter Orte | 2 Kommentare

Vassbacken – Karlsborg (5.6/6.6.)

Am 5.6. sind wir liegen geblieben, weil das angesagte Wetter nicht so ganz der Knüller war. Morgens konnten wir erstmal von der einen auf die andere Seite des kleinen Hafens verholen. die Induktionsplatte wollte Strom zum Betrieb. Und Karin war völlig konsterniert, wie lange es dauert, im Wasserkessel das Kaffeewasser zu bereiten.

Wie unten zu sehen sind wir schon auf der anderen Seite. Was die Fenderausstellung angeht haben wir mit Markus fast gleichgezogen. 😉

Nicht nur wegen Wetter, sondern auch zum Wäsche machen hat sich der Hafentag angeboten. Und ich musste dann auch noch durch die Gegend wackeln. Karin meint immer, dass mir das gut tut. Na ja, liegen tut auch gut.
Das Filmchen unten zeigt kein schwarzes Loch, sondern den geöffneten Abfluss des Kanals. Auf der anderen Seite der Straße kam auch ein wirklich munterer Bach unter der Brücke vor. An der Qualität arbeite ich noch …

Ein großer Vorteil des Hafens dort ist, dass man nicht vor sondern hinter einer Brücke liegt. Man ist nicht gefangen und kann losdampfen ohne auf die Betriebszeit ab 9:00 Uhr warten zu müssen. Bis zum ersten Zwischenstop in Hajstorp Tatorp waren es gut 45 Minuten. So sind wir dann heute um acht losgefahren, um kurz vor neun schon in dser ersten Schleuse festzumachen.

Das Gefühl war keineswegs Hochsommer, sondern Altweibersommer, inklusive der Spinnenfäden am Want.

Nach der Schleuse ging es weiter auf den Viken. Das ist der erste See, den wir erreicht haben. Ich wollte da eigentlich segeln. Aber nix wars. Und jetzt war dann richtig Herbst. Mütze, Pullover.

Später gab es dann auch noch einen ordentlichen Regenchauer. Öljacke, Ölhose, Gummistiefel. eigentlich wollte ich die gar nicht einweihen … Bilder davon gibt es nicht.

Jetzt sind wir in Karlsborg fest, haben eingekauft, etwas getankt und klappen uns gleich weg. Ist ja auch schon spät. 😀

Veröffentlicht unter Orte | 3 Kommentare

Töreboda – Vassbacken (4.7.)

Heute morgen haben wir noch mal eben schnell den Bus nach Mariestad genommen. Neue Schuhe möchte der Schipper. Und die Einlegesohlen für die Gummistiefel hatten wir vorgestern vergessen. Dann noch Reste vom Sightseeing abhaken und ganz gau zurück an Bord.

Spätes Middach machen und denn los.

Jetzt sind wir fest in Vassbacken, Karin hat die Gegend für uns angesehen, Wetterbericht für morgen ist gecheckt und ich darf auf den Puckel.

Veröffentlicht unter Orte | 4 Kommentare

Nochmal Töreboda Sakralgelenk (3.7)

Jetzt hat es mich erwischt. Es fing schon ganz langsam seit knapp einer Woche an. Schmerz im Hintern, der Leiste, Innenseite Oberschenkel. In der Nacht dann schlecht auszuhalten. Der Chemieangriff mit Metamizol hat etwas gebracht, aber nicht so wie erhofft gewirkt. Den ganzen Tag herumgequält.

Nachmittags habe ich dann eine kleine Beratung zu NMEA 2000, Simnet und Seatalk NG gemacht. Im Gegenzug gab es die Motivation, sich doch mal mit Liebscher und Bracht dem Ganzen zu nähern. Jetzt ist solch ein Segelboot nicht unbedingt ein Platz, um Gymnastik zu machen, aber wo ein Wille ist …

Karin weggeschickt, losgelegt und gedehnt. Eine gute halbe Stunde habe ich auf dem Fußboden verbracht. Außerdem habe ich mit Diclofenac einen zweiten Chemieangriff zur Unterstützung gestartet.

Das zusammen scheint Wirkung zu zeigen. Heute morgen gehts besser, nachher schippern wir im Zwischenhoch sinnig weiter. Mal sehen, wie die Sache sich entwickelt. Wir sind ja Donnerstag in Motala verabredet. Und bis dahin soll auch noch dieses oder jenes Regengebiet durchziehen. Karin hat etwas von Ölzeug gemurmelt. Ich nicht. Ich bin mal aus Zuckerguss. Da geht nichts im Regen.

Veröffentlicht unter Orte | 8 Kommentare