Vänersborg – Sunnanå (23.6.)

Heute Morgen wieder mal rechtzeitig aufgestanden. Trotzdem fast die letzte Bücke verpasst. Wir waren nämlich schon fast im Aufbruch, als die nette Norwegerin um Hilfe mit ihrem Scheuerbrett bat. Ich hatte ihr gestern erklärt, dass, wenn man einfach nur Löcher bohrt und die Leine da hindurchzieht, die sich an der rauhen Oberfläche der Schleusenwände schnell durchscheuert. Man bohrt also von oben, trifft ein Querloch und hindert die Leine mit einer Acht am rausziehen. Da scheuert dann nur noch das Brett, nicht mehr die Leine. Also flugs die Bohrmaschine ausgepackt, neue Löcher gebohrt und dann am Schluss das Brett auch noch um 30 cm gekürzt, damit es einfacher zu verstauen ist.

Danach Alarmstart und mit zwei anderen Booten die Brücken geschafft.

Erst ein bisschen motort, nach einer halben Stunde war genug (knapp) Wind zum Segeln. Das war fein nach der ganzen Motorerei.

Leider ist jetzt unser Windmess ausgefallen. Ob und wenn ja wie ich das heilen kann, weiß ich noch nicht. Egal. Früher ging es auch ohne so neumodischen Kram.

Dienstags trifft man sich hier mit den Oldtimern. Ich habe viele Bilder gemacht. Die kann ich hier aber kaum hochladen. Man fühlt sich, obwohl in Schweden fast wie in Deutschland auf dem Land.

Noch ein Funfact:
Morgen wollen wir eine Tour mit dem Passagierschif auf dem Dalslandkanal machen. Ich habe mich per Telefon angemeldet. Zahlen soll ich morgen an Bord. Ich: Gut das mache ich immer mit dem Telefon. Sie: Nein, das geht nicht. Es funktioniert nur Barzahlung. Das Netz ist so schwach, dass wir Kartenzahlung nicht anbieten können.

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Trollhättan – Vänersborg

Wirklich pünktlich um 8:50 abgelegt. Eine gute halbe Stunde vor der Einfahrt in den Kanal gewartet bis es grünes Licht für uns gab. Kanal abgetuckert. Straßenbrücke. 20 Minuten Holdup.

Aber dann gab der Brückenwärter alles. Geschlagen eineinhalb Stunden lagen wir vor der Eisenbahnbrücke. Ich habe durchaus versucht, mich per UKW zu verständigen. Antwort gab es auf keinem der Kanäle.

Besser ging dann die letze Straßenbrücke. Da mussten wir wieder gar nicht warten, nur etwas langsamer fahren. Der Hafen in Vänersborg ist nett, aber auch speziell. Längsseits an schwimmender Anlage hat etwas vom Schleusen im Kiel Kanal. Und der Preis für die Übernachtung war mit knapp 40 € stolz.

Screenshot
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Långedrag – Trollhättan

wieder mal rechtzeitig aufgestanden. 6:20 abgelegt. Und ab da lief es wie geschmiert.

Einen Fotokringel gedreht.

Die erste Brücke, Hisingsbron in Göteborg trotzdem pünktlich erreicht. Angemeldet und als Nachricht bekommen, dass man mich schon gesehen habe und es gleich losgehe. Außerdem Gratulation zum Sieg der Deutschen Equipe über die der Côte d’Ivoire empfangen. Erwähnt, dass die Schweden ja leider nicht so erfolgreich waren.
Gleiches Spiel an der Eisenbahnbrücke. Ich musste nur etwas einlegen. Die Brücke drehte auf, als wir ankamen.

Auch die Jodfallsbron ging innerhalb von fünf Minuten Wartezeit auf.

Dann lilla Edet. Die Brücke stand offen, weil Gegenkommer da durch fuhren.

Wir durften dann sofort ebenfalls fahren. Auch die Schleuse war schon bereit. Unsere Mitschleuser blieben in Lilla Edet. Was ein Glück für uns.

Weiter nach Trollhättan.

Auch hier wartete bereits die offene Schleuse. Wir durften ganz alleine in die Kammern. Freie Platzwahl, immer gut.

Jetzt sind wir oben, haben Kaffee und Kuchen genossen und lassen es uns weiter gut gehen.

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Neue Kochgelegenheit

Eigentlich ging es darum, für den Schwedentörn Gas einzusparen. Camping Gaz ist hier fast gar nicht zu bekommen. Vor zwei Jahren hat uns dann eine Gasfüllstation eine Flasche mit Propan statt Butan befüllt. Keine so richtig gute Idee. Der Dampfdruck ist fast doppelt so hoch bei Propan. Die Camping Gaz Flaschen sind dafür nicht ausgelegt. Ist gut gegangen, muss ich aber nicht immer wieder haben.

Also haben wir einen Induktionskocher angeschafft. Es hieß, dass die mobilen Dinger laut und schlecht regelbar seien. Beides kann ich für unser Modell nicht bestätigen.

Ich habe eine Platte über dem Gasherd angefertigt, die entweder unter meiner Koje oder eben am Platz liegt.

Darauf steht der Kocher.

Im kommenden Winter baue ich auch noch eine 230 V Steckdose in die Pantry. Derzeit funktioniert das gut mit einem gut passenden Verlängerungskabel.

Und eines ist ganz sicher: Kochen geht noch besser als mit Gas.

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