Harter Ritt heute. 😉 Bei Klemens soll man sich bis 10:00 Uhr entscheiden: ablegen oder dableiben. Der Platz war perfekt, die Fascilitäten excellent. Wir haben uns für ablegen entschieden, weil: Einfach zu wenig los da.
Segel noch im Binnensee gesetzt …
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… leider nur bis zum ersten Tonnenpaar der Brückendurchfahrt gesegelt …
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… tüchtig gefroren, aber nicht nass geworden …
… der ganze Trip:
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Der Plan derzeit ist es, hier bis Sonnabend zu bleiben. Wir hoffen, dass wir am Freitag einen Rigger treffen, der den Masttrimm noch optimieren soll/kann. Das Wetter ist bis dahin auch nicht ganz so einladend vorhergesagt.
Ablenkung gibt es und ein bisschen Arbeit für mich sowieso.
Gestern Abend sah es aus, als würden wir liegen bleiben. Heute Morgen hatte Karin um 5:30 Uhr schon fast den Kaffe zurecht …
Bis wir losgekommen sind war es doch 6:40 Uhr. Das finde ich immer noch früh, viel zu früh.
Außer, dass wir unser Ziel unterwegs zweimal geändert haben, erst Burgtiefe auf Fehmarn, danach Heiligenhafen, schließlich Großenbrode, war unterwegs nicht viel los. Kein Ärger beim queren der Dampferstraße, kein Reff erforderlich, gut gesegelt.
Kalt war‘s. Das ist ungewohnt. Hier bei Klemens liegen schon Boote mit abgeschlagenen Segeln und auch schon ohne Mast.
Statistik: Nicht ganz 40 Meilen in gut sechs Stunden.
Hin und her ging es mit der Entscheidung. Dableiben oder ein Stück weiter? Nach dem Kaffee haben wir uns doch für weiter entschieden. Neun Meilen wollte ich erst mal eben abmotoren. Das aber nicht so richtig gut. Ich habe deshalb entschieden, mal eben die Genua auszuwickeln. Das ist einfach.
Und die Post ging ganz gut ab. Nur an der Höhe mangelt es etwas.
Das letzt Drittel dann doch mit dem Motor, weil es zu spitz und zu eng wurde.
Bissl schwierig war das rückwärts Einfädeln zwischen die Pfähle.
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Jetzt sind wir fest an dem Platz, den wir uns schon vorher mit Hilfe aus dem Forum ausgekuckt hatten. Nase genau im Wind, hinten ein niedriger Schwimmsteg zum bequemen aus- und einsteigen.
So sieht es von Bord aus aus. Kein Vergleich zu Gedser.
Nicht nur der Liegeplatz, auch der Ort ist hyggelig.
Eigentlich sollte es heute möglichst vor dem Wetterumschwung möglichst weit nach Westen gehen. Sollte …
6:00 Uhr abgelegt, das hatte der Wetterbericht so diktiert. Der Wind kam 45° schräg von vorne. Neben uns in Lee lag ja ein Boot. Die Besatzung wollten wir ganz bestimmt nicht wecken. Von da aus hatte man uns schon beim Anlegehuzzle helfen müssen. Gut geplant ist halb gefahren. Die Leeleine los, in die Luvleine mit reichlich Ruderlage eingedampft hat den Bug tatsächlich durch den Wind in die gewünschte Richtung gedreht. Karin hat voren einen excellenten Job gemacht, indem sie die Bojenleine im richtigen Moment losgeworfen und auch wirklich schnell eingesammelt hat. Nicht einfach bei 35 m Leine, die auch noch ziemlich dick ist.
Danach 15 Minuten gedieselt, um uns von dem Abenteuer zu erholen. Ich hatte mir wirklich recht lange Gedanken gemacht, wie ich da schmerzfrei wegkommen sollte. An der Ecke Darß fiel die Entscheidung, nicht Fehmarn anzusteuern. Schönes Segeln ging in die Richtung Dänemark. Auch gut. Nystedt sollte es werden. Kurz hinter der Verkehrstrennung, das ist so eine Art Autobahn für Seeschiffe, die wir halt im Fußgängertempo überqueren müssen, konnten wir unser Ziel nicht mehr direkt ansteuern. Die erste Wende wurde fällig. Mit erreichen des Tonnenstrichs nach Gedser war Schluss. Der Jockel musste helfen. Das hätte er auch bis Nystedt noch einmal weitere knapp zwei Stunden tun müssen. So haben wir in Gedser abgebrochen.
Sehr schlechte Entscheidung. Hier sieht es echt verloren aus. Ist es auch. Das Hafengeld war dafür sportlich. 48 € wurden abgebucht.
Morgen versuchen wir doch noch eben nach Nystedt zu huschen. Der Hafenführer schwärmt in den höchsten Tönen. Wir werden sehen. Und berichten. Wermutstropfen: Der Dänische Wetterbericht rät uns, diesen kleinen Törn am Besten zwischen 5:00 Uhr und 7: 00 Uhr zu unternehmen. Na mal sehen.