06:40 los. Oh Mann jeden Tag früher. Tapfer direkt nach der Hafenausfahrt gekreuzt.

Danach bei Gegenstrom und immer noch wenig Wind weiter gehungert.
Gegen 11:00 Uhr wurde es besser. Vorher hatten wir ins Auge gefasst in Langoer zu ankern. Häfen auf Samsoe wollen wir derzeit nicht. Die spinnen, die Dänen.
Diverser Großschiffahrt bereitwillig Platz gemacht. Alles fein geklappt. Eigentlich auch die Begegnung mit der Expressfähre von Aarhus nach Seeland. Den Schipper hatte ich auf UKW gefragt, ob ich es richtig einschätze, wenn ich davon ausgehe, dass er kurz hinter mir passiert. Er meine: „No I will pass ahead of you. I will speed up a little.“ Aus beiden Schornsteinen gab es eine dicke schwarze Wolke und der Speed ging in der Tat von 21 kn auf 38,5 kn hoch.Das sind über 70 km/h. Zum Vergleich: Wenn wir schnell sind, fahren wir 8 kn. Mit Unterstützung durch eine Welle von hinten auch mal knapp 10 kn. Ich kann das auf meinem Navigatiosdisplay gut verfolgen. Schiffe senden ein Statussignal, AIS. Das wird als Vektor auf dem Display sichtbar. Wenn ich das mit unserem eigenen Richtungspfeil vergleiche, kann ich einschätzen, ob es zu einer Kollision kommt oder eben nicht. Im geschilderten Fall haben sich die Verhältnisse innerhalb von weniger als30 Sekunden komplett umgekehrt.
Den ganzen Tag hing wie ein Damoklesschwert über uns die Vorhersage für Regen am späten Nachmittag. Davon haben wir nichts abbekommen. Glück, unterstützt dadurch, dass wir uns beide ins Ölzeug inklusive Gummistiefel gequält haben.
Gut 71 nm waren es dann wieder.

Morgen wollte ich eigentlich einen Tag Pause haben. Nichts da, sagt die Admiralität. Nur morgen ist das Wetterfenster auf. Also geht es weiter nach Göteborg oder wenigstens eine Schäre vorher. Donsö war nett im vergangenen Jahr.















