Västervik war jetzt nicht so unser Traum. Also gleich abgelegt. Wir hatten unser Vorsegel abgebaut, weil wir ja nicht genau wussten, wann wir zurückkommen. Das neue Setzen war etwas mühsam. Da waren wir früher deutlich besser …
Weit wollten wir nicht mehr und so haben wir uns wieder einen lauschigen Ankerplatz gesucht. Die Zufahrt war eng aber einfach.
Die Tickets für den Bus und die Fahrten mit den Öffis in Stockholm hatten wir über https://resrobot.se gebucht, nachdem wir da auch die Verbindungen ertrüffelt hatten. Abenteuer war befürchtet, aber das war alles ganz easy. Beeindruckend fand ich die Pünktlichkeit das Busses über immerhin drei Stunden Fahrt. In Stockholm mussten wir dann zweimal umsteigen. Das hat beide Male total fein geklappt.
Das Eignerpaar hat uns mit dem Auto an unserer Endhaltestelle abgeholt. Wir sind dann eine gefühlte Ewigkeit in die Pampa weit weit noch hinter Nacka gefahren. Da haben wir dann das Boot angesehen und auch kurz zur Probe gefahren. Über die Husky Dane muss an andrer Stelle berichtet werden. Das Ding ist noch nicht zu Ende.
Karin hatte dann eine Unterkunft auf Lidingö ertrüffelt. Die Eigner haben uns tatsächlich noch dort hingebracht. Auf Lidingö kennen wir uns durchaus aus. Da war ja die AB Beckerbat, die Werft der Excel 319. Das war unser erstes schnelles Segelboot aus GFK und die Initialzündung für Nordyacht.
Am nächsten Morgen dann der Rückweg. Alles easy von Lidingö zehn Minuten mit der dortigen Bahn zur Endhaltestelle, da in die U-Bahn (Tunnelbana) weitere zehn Minuten bis ins Zentrum zum Busbahnhof. Alles fein und einfach. Aber Töffel Uwe hatte die Busfahrt falsch gebucht. Ein Platz in der Ersten, ein Platz in der Zweiten Klasse. Das gab Haue. Der Busfahrer hat es für uns geregelt. Kurz nach Mittag waren wir wieder zurück und bereit zu neuen Taten.
Mittags im ziemlich toten, ziemlich teuren, ziemlich gut zum Resecentrum gelegen Hafen Pampas Marina fest. Im Ort war wenigstens etwas mehr los. Egal eigentlich, wir hatten ja für den nächsten Tag eine Busfahrt nach Stockholm gebucht. Der Service in der Marina war gut. Das Hafengeld stolz aber irgendwie doch angemessen.
Wir sind erst recht spät losgefahren, weil wir wegen Uwes Ilioskralgelenk, das hat wirklich weh getan, nicht so genau wussten, ob das geht oder nicht. Das eigentliche Ziel Västervik war sowieso nicht zu erreichen, also sind wir dann irgendwann abgebogen und haben uns einen einsamen Ankerplatz für die total ruhige Nacht gesucht.