Neuhof (16.6.)

Vogel, rechtzeitig, Wurm und so.
Griesegrau war es beim Aufstehen heute Morgen. Deshalb hat es auch etwas gedauert, bis das Zaudern und Zögern überwunden war. Aber dann!

Die Vorhersage war prima: Erst mäßig, dann frisch, Böen stark. Alles schräg von hinten und bei glattem Wasser hinter der Insel. Schon im Hafen ging das Großsegel hoch. Ich kann es doch noch komplett aus dem Cockpit. Schon bald war klar: Wir sind erheblich zu schnell. Die Brücke in Stralsund häten wir so erreicht, dass wir da zwei Stunden hätten kreisen müssen. Von Ralf habe ich gelernt, dass man oftmals einfach langsam fahren muss, um zur richtigen Zeit anzukommen. Auf der Flora geht es immer um Tageslicht, bei uns halt die Zeit für den Brückenzug.

Also weg das Groß und die kleinste Fock mit 16 Quadratmetern ausgewickelt. Das war immer noch schnell.

Am Ende mussten wir doch noch fast 45 Minuten vor der Brücke kreisen. Danach dann nur ein kleines Stück von viereinhalb Meilen, wieder nur mit unserer G4. Jetzt sind wir fest in Neuhof und freuen uns über das Windgeheule im Rigg. Nachher gibts grünen Spargel mit Garnelen. Aber jetzt muss ich erstmal auf den Puckel. 😉

Veröffentlicht unter Orte | 2 Kommentare

Kloster (15.6.)

Erste gute Tat heute. In St. Ingbert wünscht man sich für die Bewohner des Altenheims Postkarten.

Da machen wir doch gerne mit. Postkarten schreiben wir ja traditionell mindestens zu Weihnachten und natürlich aus dem Urlaub. Ich vermute nur, dass das aus Dänemark gar nicht mehr geht, weil man sich dort von der Briefpost verabschiedet hat. In Schweden möglicherweise noch. Wenn, dann aber zu Freudenhauspreisen …

Veröffentlicht unter Orte | 2 Kommentare

Kloster (14.6.)

Mir gefällt es hier so richtig gut. Liegeplatz Klasse, Fascilitäten Klasse, Kosten Klasse. Deshalb und vor allem wegen gestern: HAFENTAG.

Ganz lange schlafen, bisschen aufräumen, herumlungern, Eis aus der eigenen Kühltruhe essen. Wir haben nämlich die Little Engel in Betrieb genommen. Die macht jetzt gar keinen Lärm mehr, seit sie auf dem Wackelschaumklotz von Aldi steht. Sport ist eben gesund. Und er trägt auch ganz offensichtlich zur Entspannung bei.

Das ist unsere Genua 4. Jemand wollte sie mal sehen. Gerne doch.

Außerdem haben wir Kontakt zu einem Schwesterschiff, besser natürlich dem Eignerpaar, aufgenommen. Das war eine nette Unterhaltung.

So mögen wir die Kuchenbude leiden. Vielleicht bekommen wir auch mal so etwas.

Nachmittags dann ein kleiner Ausflug mit dem Rad.

Abends schließlich: Rockkonzert. Da zahlt man die Kurabgabe doch wirklich sehr gern! Die Veranstaltung fand bei freiem Eintritt statt.

Veröffentlicht unter Orte | Kommentare deaktiviert für Kloster (14.6.)

Warnemünde – Kloster (13.6.)

Der Wind sollte nur bis ca. 17:00 Uhr halbwegs handlich sein. Wir sind also schon um 06:30 los. Eigentlich wollten wir zurück, eben nach Kühlungsborn oder irgendwo Poel. Unser Stegnachbar meinte, dass der Wind doch sehr gut sei, um bis nach Glowe zu segeln … Nun denn. Wir haben uns motivieren lassen.

Der Anfang war sehr ok. Nur der Wind hielt sich nicht an die Vorhersage. Wir haben dann unterwegs von der G3 auf unsere G4 gewechselt. Bei Rollanlage mit Profilstag ist das nicht gerade ein total einfaches Unterfangen. Aber wir haben es ohne Bruch und Personenschäden relativ zügig hinbekommen. Wie immer waren wir mit der angepassten Segelfläche ebenso schnell wie vorher, nur entspannter unterwegs.

Unsere Animateure haben uns in dieser Phase eingeholt, weil wir auch noch einem Kabelleger ausweichen mussten. Bei der Gelegenheit habe ich dann auch den negativen Radiocheck durchgeführt. Den Kabelleger konnte ich zwar hören, er mich aber nicht. Auf die Schnelle hat es dann die Handfunke geregelt. Inzwischen weiß ich, dass dass ein zweiter Abzweig an der Seefunkantenne Schuld war. Den ausgebaut ging auch das richtige Funkgerät wieder.

Um die Ecke am Darßer Ort ging es dann zur Sache. Da haben wir auch den ersten Kreuzschlag gemacht. Immer in der Hoffnung, dass wenigstens die Welle unter Land weniger wäre. Pustekuchen das.

Ich fand, dass das eigentlich ganz gut lief. Karin sieht das anders. Vor allem hat sie ihren Sitz schmerzlich vermisst. Der war aber unter der geborgenen Genua im Vorschiff begraben. Das hilfsweise angebotene Sitzkissen war halt nur ein höchst mäßiger Ersatz. Am Dornbusch, das ist die höchste Erhebung auf Hiddensee war es dann äußerst zäh. Wir brauchten mehrere Kreuzschläge, um endlich das Fahrwasser hinter der Insel zu erreichen. Dort war es dann auch, wo wir einige Wettbewerber endlich versegelt haben. Und das obwohl wir beide schon ganz schön fertig waren.

Langsam waren wir. Da ist noch etwas Feld zu ackern.

Fotos von unterwegs gibt es gar keine. Wir waren halt anderweitig beschäftigt.

Veröffentlicht unter Orte | Kommentare deaktiviert für Warnemünde – Kloster (13.6.)