Neulich bin ich ja auch noch auf das Knie gefallen. Segeln halt. 😉
Jetzt arbeite ich gegen den Schmerz. Erstmal 3 x 30. Mal sehen wie es mir nachher noch geht.


Neulich bin ich ja auch noch auf das Knie gefallen. Segeln halt. 😉
Jetzt arbeite ich gegen den Schmerz. Erstmal 3 x 30. Mal sehen wie es mir nachher noch geht.
… und Tobias ist auch schon da. Fein das.
Wieder früh los. Noch im Hafenbecken Schilksee das Groß gesetzt, aus dem Hafen gesegelt. 🙂
Nur mit dem Groß allein schon wieder sechseinhalb Knoten vorwärts gefahren, zufrieden gewesen.
Vor der Schleuse hatten sich ca. neun Yachten versammelt und warteten auf Einlass. Der wurde auch durch das weiße unterbrochene Licht signalsiert. Sah nur keiner außer … Klar oder etwa nicht?
Trotzdem haben wir uns dann beim Einlaufen ganz hinten angestellt und sind erst in der Schleuse nach vorne gefahren. Ausgelaufen sind wir aber als erste. Man soll nämlich sobald das Tor auch nur ein bisschen offen ist ablegen und so früh wie irgend möglich durchfahren, damit die Berufsschifffahrt, mit der zusammen man geschleust wird, nicht behindert wird.
Leider hatten wir noch nicht bezahlt, so dass wir nach der Schleuse noch einmal anlegen mussten, um das nachzuholen. Derweil hatten auch die anderen geschafft die Schleuse zu verlassen. Wir waren also erstmal ganz hinten.
Im Kanal gibt es jede Menge Lichtzeichen, grüne, rote, rot-grüne, grüne und rote mit weiß kombiniert und so weiter. Alle sind sie für Yachten nicht von Bedeutung. Es gibt nur zwei Signale auf die man hören muss *) : Unterbrochen weißes Licht, und nur das, nichts weiter dabei, heißt: Einlaufen in die Schleuse für Yachten. Das andere Signal ist: Dreimal Rot übereinander als unterbrochenes Licht. Das bedeutet Halt für alle Fahrzeuge, auch für Yachten. Alle anderen Signale soll man also getrost ignorieren.
An der zweiten Ausweichstelle dann ein rotes unterbrochenes Licht. Der Segler, vom Straßenverkehr beeinflusst, hatte beschlossen vor dieser „roten Ampel“ zu warten. Und so lag der ganze Pulk vor uns. Man hatte sich über die gesamte Kanalbreite verteilt. Es war fast schwierig sich seinen Weg zu bahnen. Das KüMo von vorne wäre da gar nicht durchgekommen, jedenfalls nicht ohne erheblichen Schaden zu hinterlassen. Habe ich aber einfach getan und schwupp war der Kruskopp ganz vorne. So gehört sich das. Die anderen sind brav wie die Enten hinter uns hergefahren. Diese Position haben wir fast bis Rendsburg verteidigt. Merke: Nicht nur unter Segel sind wir schnell. Ein Fünfzigfüßer hat uns dann doch überholt. Der darf das aber auch.
Unterwegs hatten wir uns schon mit Tobias verabredet. Der hat dann in Büdelsdorf die Leinen angenommen. Und zu Dritt haben wir in weniger als 15 Minuten vor dem Regen Groß und Genua abgebaut und aufgerollt bzw. zusammengelegt.
Jetzt liegt das Boot da ohne Segel etwas traurig und wartet auf den Krantermin. Morgen mache ich ein Foto davon.
*) Hartmut, ich weiß in Brunsbüttel gibt es beim Ölhafen die Besonderheit mit zweimal rot fest. Da darf man dann auch nicht weiter. 😉
Und wieder mal um genau 07:00 aus der Hafeneinfahrt gefahren. Sofort die Segel gesetzt und los ging die Kreuz. Inzwischen war es so, dass auch Christian am Morgen nur etwas Kaffee getrunken hat. Essen dann etwas später. Ich hatte vergessen rechtzeitig meine Glückspille Diclofenac einzunehmen. Deshalb und wegen des Spaziergangs am vorigen Abend ging es mir nicht so richtig gut. Zu den 75 mg dann noch einmal 25 mg nachgelegt, eine halbe Stunde später konnte ich auch schon richtig segeln. ;-).
Im großen Belt gab es dann zwei Knoten Gegenstrom. Mit mäßigem Erfolg haben wir versucht, dem unter Land auszuweichen. Langeland kann sich dann auch mal lang ziehen, wie es der Name schon sagt. Um die Ecke herum wurde es dann raumer und der Code 0 kommte wieder gelüftet werden. Mit Rauschefahrt ging es auf die Ansteuerung Marstalrinne zu. In Marstal waren wir deutlich zu spät angekommen. Auch die Runde durch die hinterste Ecke lieferte nur die Erkenntnis: Hier kann man heute Abend nicht ordentlich festmachen. Wir beratschlagten, fragen den Wetterfrosch und dann war klar: Wir ziehen durch bis Kiel. 55 Meilen hatten wir bis dahin schon gesegelt. Also frisch ans Werk, schon im Hafen die Plünnen gesetzt und weiter ging es.
Erst mit der Genua 3, später wieder mal mit demCode 0, sind wir zurück nach Kiel geglüht. Damit ich das gut überleben konnte, habe ich dann noch etwas Diclofenac nachgelegt.
Unterwegs hat Christian ein fürstliches Mahl gekocht. Er kann nämlich nicht nur ziemlich gut segeln, nein auch am Kochtopf kann man ihn mit Fug und Recht als Meister bezeichnen. Es war wirklich ein großes Glück ihn getroffen zu haben.
Mit dem allerletzten Dämmerungslicht haben wir dann Schilksee erreicht. Das waren dann zusammen wohl fast 90 Meilen inklusive der Kreuz am Vormittag.