Gennakerbaum

Mit dem Boot kam ja auch ein Gennakerbaum. Zur Performanceversion passend aus Carbon. Den hatte vor uns wohl auch noch niemand in Betrieb genommen. Die Pilotleine für die Hals-Kontollleine war noch drin. Ganz vorne hatte aber jemand einen Schnappschäkel angebracht. Besser als nichts, aber Trimm geht doch anders.

Bislang lag der Baum immer im Schwalbennest der Vorschiffskoje. Nicht so ganz im Sinne des Erfinders. Wir haben ihn jetzt mal seiner Verwendung zugeführt und ihm den Platz im Ring des Bugkorbes auf dem Vorschiff gegeben. Er mag dort viel lieber sein als im dunklen Vorschiff eingesperrt. Man sieht ja doch etwas mehr von der Welt. Die Halstalje ist als Klappläufer ausgeführt. Kann man gut ohne Winsch bedienen.

Wenn man anlegen und im Hafen drehen will, freut man sich, wenn vorne nicht solch ein Havariespargel übersteht. Also zieht man das Ding etwas zurück. Die Leine der Muring ist dann immer noch einfach zu holen und zu belegen. Ich habe den Baum mit etwas Gummischlips fixiert. Obs nötig ist weiß ich nicht.

Und weil wir gerade dabei waren haben wir dann auch noch die Schoten dauerhaft eingeschoren.

Merke nämlich: Nur wenn der Kram schnell und einfach zu handhaben ist, wird er auch schnell mal eben verwendet.

Jetzt muss mir nur noch jemand erklären, wie man den Gennaker schnell und einfach birgt, ohne dass man das Ding auf einer Rolle oder im Schlauch hat. Beides finden wir nämlich suboptimal.

Das analoge Vorgehen wie bei der Spinnakerübung mit dem Sack im Niedergang geht nämlich nicht so richtig gut, weil das Schothorn einfach viel zu hoch ist. Wenn man das in der Hand hat, ist der Hals schon im Wasser. Das will man nicht.

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Häkeln, zweiter Teil

Unser Cunningham besteht jetzt aus 3 mm Dyneema mit angesetztem 6 mm Griffstück. Es war viel einfacher als befürchtet.

Als Anleitung habe die von Premium Ropes benutzt. Das ist eine App, die ich für das iPad erworben habe, und die mir schon viele gute Dienste geleistet hat.

Hier ist das Ergebnis im Einsatz. Man kann wegen der erheblichen Übersetzug unter Verwendung von dem dünnen Material in sehr guten Wälzlagerblöcken von Seldén ganz leicht ziehen. 🙂

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Reggio di Calabre

Das war völliger Mist. 50 € für eine Muring und Strom, sonst nichts. Auch keine Duschen oder Toiletten. Aber man plane das, hieß es. Verkehrsgünstig gelegen: Zwei Fähren, der Bahnhof und eine Schnellstraße in 500 m Entfernung. ;-). Egal, wir haben trotzdem brauchbar geschlafen, sind aber heute Morgen schon deutlich vor 7:00 Uhr geflohen.

Gerade entschädigt uns die Straße von Messina mit Sonnenschein und einem Duft so ähnlich wie Panama, nur, dass es hier nicht nach Bananen, sondern ganz intensiv nach Zitronenblüte riecht. Das ist fein und hat die Stimmung wieder ganz und gar aufgehellt. Gestern hätte ich nämlich am liebsten abgemustert. Das hat Karin aber liebevoll zu verhindern gewusst.

Mal sehen, ob es an unserem heutigen Tagesziel Tropea besser ist. Wir denken schon, ist ja nicht schwer …

 

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Unser schwimmendes Heim

Wir leben hier an Bord durchaus fürstlich. Es gibt jede Menge Räumlichkeiten.

Wohnzimmer
Das ist der zentrale Raum hier im Boot. Da spielt sich das ganze Leben ab. Manchmal wird das Wohnzimmer auch „Salon“ genannt.

Esszimmer
Das Esszimmer wird von etlichen Seglern fälschlicherweise ebenfalls als „Salon“ verstanden. Verwendet wird das Esszimmer sowohl für opulente Mahlzeiten mit Gästen, als auch für das Candlelight Dinner zu zweit. Hier sieht man, dass es zur Zeit nicht in Benutzung ist.

Küche
Die Küche darf natürlich nicht fehlen. Sie ist mit Herd, Backofen, Kühlschrank und selbstverständlich allen Kochzubehör auch für hohe Ansprüche ausgestattet. Immerhin hängt die gute Laune der gesamten Besatzung von regelmäßigen, kulinarisch hochwertigen Mahlzeiten ab. (Siehe auch —> Esszimmer)

Badezimmer
Das Bad mit Dusche und ordentlichem Waschbecken und WC lässt keine Wünsche offen.

Selbstverständlich gibt es ein Duschbad.

Hier die Duschwanne.

Bei Nichtgebrauch sorgt ein Hochflorteppich für flauschige Gemütlichkeit.

Schlafzimmer
Wichtig und unerlässlich. Es gibt ein geräumiges Doppelbett. Schränke und auch Raum unter der Schlafstelle.

Gästezimmer
Für Gäste ist ein ganzer eigener Raum vorhanden. Da derzeit aber keine Gäste da sind, haben wir uns erlaubt, einiges Zubehör dort vorübergehend abzulegen.

Büro
Damit „Das kleine Fachgeschäft“ auch weiter gut funktionieren kann, existiert auch ein Büro. Es ist mit moderner Bürotechnik inklusive Drucker und Scanner ausgestattet.

Keller
Der Keller befindet sich unter dem Fußboden. Hier lagern frische Vorräte, die nicht unbedingt gekühlt werden müssen.

Der Zugang zum Keller erfolgt durch eine Falltür …

… und hier bin ich mal kurz hinabgestiegen.

Im Außenbereich liegen weitere Räume.
Da ist zunächst einmal der Heizungskeller zu nennen. In der Mitte sieht man den Heizkessel samt Schornstein. Im Oberen Bereich ist der Sonnenschirm (—> Terrasse) untergebracht. Rechts am Bildrand die Sicherungsinstallation, links unten das Energiemanagement.

Der Fahrradkeller ist nicht in Benutzung, die Räder stehen zur Zeit auf dem Außenparkplatz.

Der Zugang zur Terrasse erfolgt über ein großzügiges lichtdurchflutetes Schiebeensemble.

Auf der Terrasse laden bequeme Liegen zum gemütliche Verweilen ein.

Windschutz bietet eine fest installierte Strandmuschel, die bei Bedarf aber auch leicht umgeklappt werden kann.

Zum Schluss noch einmal eine Gesamtansicht der Terrasse. Schön zu erkennen sind  Strandmuschel, Sonnenbänke, weitere Sitzgelegenheiten sowie die  aus rostfreiem Stahl gefertigten Rankhilfen.

Ergänzung auf Anregung von Ralf. 

Nicht erwähnt hatte ich den wirklich großen Pool im Außenbereich, der direkt von der Terrasse aus zugänglich ist.
Den teilen wir uns allerdings mit mehreren weiteren Anwohnern und auch mit einigen Delphinen, was aber sehr nett ist.

Ich hatte das wohl vergessen, weil aus Energieeinspargründen die Poolheizung derzeit nicht in Betrieb ist und wir ihn daher gerade nicht nutzen.

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