Mal eben schnell und ohne viel Gewese. In Wasbek.

Mal eben schnell und ohne viel Gewese. In Wasbek.

Vorgestern kurz entschlossen von Kirchdorf nach Neustadt.
Der Hafen im Yachtklub ist wirklich schön. Strand gleich dabei. Habe ich natürlich nicht genutzt, ganz ruhig und mit auch sonst netter Umgebung.


Diese beiden waren wirklich hart im Einsatz. Sie immer wieder am Eier wenden, er brachte Halm für Halm neues Nistmaterial.
Und total lieben Besuch haben wir bekommen. Bärbel und Gerhard waren zum Kaffee da und haben auch noch Kuchen spendiert. Vielen Dank noch einmal.
Gestern dann bei ziemlich viel alter Dünung nach Heiligenhafen gesegelt. Wir wurden auch nur eimal geduscht. Von 7:00 bis 11:00 Uhr. Sonst war es aber schönes segeln. Nur das Ölzeug soll wohl mal überholt werden …
Heute dann wieder um 7:00 Uhr los, an der Ecke den Spinnaker gesetzt und fein unterwegs gewesen.



Aber nach 1 1/2 Stunden war der Wind weg und wir dann per Motor unterwegs. Und bei Laboe dann ein Gewitterschauer mit Platzregen und Hagel. Alles nass. Jetzt sind wir aber fest und freuen uns auf weitere Abenteuer.
Gestern haben wir Wismar angesehen und waren beeindruckt.
Heute dann eben hier her motort. War sowieso kein Wind. Dann Fahrrad, um einen Eindruck von der Insel zu bekommen und jetzt die Belohnung:

Gelato und zum Abschluss ein Espresso, den selbst Arne nicht besser hätte servieren können.

Karin: Wenn schon der Flur nicht gestrichen wird …
Uwe: Wenn ein Mann sagt, dass er etwas erledigt, dann macht er das. Da muss er nicht alle halbe Jahr daran erinnert werden.
Also:
Im Flur ging noch immer nichts voran. Wir haben nämlich beide lieber ganz andere und sehr viel nützlichere Aktivitäten aufgenommen.
Uwe ist neben Nordyacht, Aufgabenerstellungsausschuss und Prüfungsausschuss jetzt als Systemadmin, Helpdesk für Karin und als Trainer für einen angehenden Metallbaugesellen im Einsatz.
Karin führt individuelle Bewerbungstrainings für Schüler der Julius-Leber-Schule durch.
All das geht vom Homeoffice aus inzwischen ziemlich geschmeidig.
Karin hat da schon gute Erfolge vorzuzeigen. Ihr Schützling Jule hat schon im ersten Vorstellungsgespräch ein Angebot für einen Ausbildungsplatz bekommen. Und inzwischen kann sie sogar wählen.
Aber das Highlight waren in der vergangenen Woche gleich drei Trainings für insgesamt sechs zwölfte Klassen der JLS. 150 Schüler*innen waren an drei Vormittagen zu betreuen!
Karins Vorbereitung war umfangreich. Ich habe für meine Examenslehrproben nicht mehr Aufwand getrieben. Ich habe sie gefragt, ob sie sich auf eine Beförderungsstelle bewirbt.
Karin hat über mehr als zwei Wochen ein umfangreiches Konzept entwickelt. Sie hat sich dazu höchst erfolgreich Gedanken um Schüleraktivität gemacht. Und sie hat es geschafft, das im Distanzunterricht mit dem ihr ja zunächst noch völlig unbekannten iServ durchzuführen. Ich musste dabei doch tatsächlich an mein Studium und da an Kerschensteiner zurückdenken: Karins Schüler*innen haben mit Kopf, Herz und Hand gelernt. Die Rückmeldungen, die sie erhielt, waren sowohl von Schüler- als auch von Lehrerseite durchweg sehr positiv. Und es gab mehr als nur ein Feedback. 😉

Da wollte ich nicht zurüchstehen.
Ich arbeite zusammen mit Pedram an einem Gesellenbrief für Metallbau. Pedram ist motiviert bis in die Haarspitzen. Da macht es doppelt Freude mal wieder Lehrer sein zu können.
Pedram ist Afghane und er ist schon seit seinem achten Lebensjahr (!) im Metallbau tätig. Deshalb ist er auch in der Praxis sehr viel besser als alle sein Klassenkameraden. Nur in der Theorie ist noch vieles aufzuholen. Klar, wenn man die erste Schule von innen erst hier in Deutschland zu sehen bekam. Neue Sprache, neue Schrift und ganz viele Fachausdrücke. Aber er wird das schaffen. Da bin ich ganz sicher. Ich habe ihm gesagt, dass wir zusammen bestehen oder durchfallen werden. Und dass ich nicht vorhabe, in meinem Alter eine Prüfung wiederholen zu müssen. Unser großer Tag für die Theorieklausuren ist der 14.Juni. Die Praxis ist schon mit Bravour erledigt.
Auch wenn es noch nicht total korrekt ist: Pedram darf jetzt auch persönlich hier im CRR vorbeikommen. Immerhin gehen ja auch die Schulen in Schleswig-Holstein ab jetzt wieder in den kompletten Präsenzunterricht. Ich habe deshalb den Arbeitsplatz ganz oben im Sportstudio für ihn eingerichtet. Man hat da auch weniger Ablenkung … ;-).

Klar, dass die Segelei da noch etwas zurückstehen muss. Das macht aber nichts, weil die anderen Jobs so viel zurückgeben. Und das Wetter ist ja auch noch nicht so ganz das, was man sich wünscht. Immerhin geht der Kreuzer Montag ins Wasser und Dienstag dann an seinene Platz in Kiel.